
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg wollen die Brücke der Solidarität künftig noch genauer überwachen. Dafür wird am Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni, ein sogenanntes Weigh-in-Motion-System, kurz WIM, installiert. Die Rheinbrücke ist eine wichtige Verbindung zwischen Hochfeld und Rheinhausen. Mit dem neuen System sollen Daten zur tatsächlichen Belastung der Brücke gesammelt werden. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, den Zustand des Bauwerks besser einzuschätzen. Außerdem dienen sie als Grundlage für die weitere Planung rund um die Brücke.
Sensoren messen Verkehr auf der Rheinbrücke in Hochfeld und Rheinhausen
Für das WIM-System werden Sensoren in die Fahrbahnen eingebaut. Diese Technik erfasst künftig im laufenden Verkehr unter anderem Fahrzeuggewichte, die Anzahl der Achsen und die Art der Fahrzeuge. Nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe Duisburg geht es darum, ein genaueres Bild von der tatsächlichen Nutzung der Brücke zu bekommen. Zwar gibt es bereits verkehrsplanerische Auswertungen auf Basis von Verkehrszählungen. Wegen der besonderen Rolle der Brücke der Solidarität als wichtige Ausweichstrecke bei Sperrungen anderer Rheinbrücken sollen jetzt aber noch belastbarere Daten gewonnen werden. So lässt sich die Beanspruchung des Bauwerks präziser bewerten.
Daten sollen Instandhaltung der Duisburger Brücke unterstützen
Die gesammelten Informationen fließen laut Wirtschaftsbetriebe Duisburg in die Instandhaltungsplanung ein. Ziel ist es, die Brücke bis zu einem perspektivisch notwendigen Neubau sicher und verlässlich in Betrieb zu halten. Die reine Gewichtserfassung soll damit deutlich mehr leisten als nur Verkehrsdaten zu liefern. Sie wird auch zu einem wichtigen Instrument für die technische Bewertung des Bauwerks. Gleichzeitig unterstützen die Daten die langfristige Erhaltungsstrategie. Auch künftige Infrastrukturmaßnahmen können so fundierter geplant werden.
Am Wochenende nur kurze Einschränkungen für den Verkehr
Die Installation des Systems soll am Wochenende ohne Sperrungen erfolgen. Trotzdem kann es während der Arbeiten zu kurzen Einschränkungen auf der Brücke der Solidarität kommen. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg bitten Verkehrsteilnehmer deshalb um Verständnis. Wer am Wochenende zwischen Hochfeld und Rheinhausen unterwegs ist, sollte etwas mehr Zeit einplanen. Vor allem bei laufenden Arbeiten auf der Fahrbahn kann es kurzfristig zu Behinderungen kommen. Eine Vollsperrung ist nach aktuellem Stand aber nicht vorgesehen.